Kurz notiert

CO2-Steuer mit Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Energie-Effizienz-Maßnahmen

Nach der Diskussion im Vermittlungsausschuss steht nun die Grundlage für einen CO2-Preis. Die Bundesregierung wird ab 2021 eine CO2-Bepreisung für die Bereiche Wärme und Verkehr einführen. Über einen nationalen Emissionshandel erhält der Ausstoß an Treibhausgasen beim Heizen und Autofahren zunächst einen Preis von 25 €/t. Die jährlich steigende CO2-Steuer wird Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Energie-Effizienz-Maßnahmen haben. Die Bereitstellung von dezentraler Wärme wird im ersten Schritt durch die neue Steuer um etwa 6 – 7 €/MWh verteuert. Bezogen auf den durchschnittlichen Erdgas-Bezugspreis beläuft sich die Kostensteigerung auf etwa 15 – 20 %. Ein weiterer Anstieg ist durch die beschlossene schrittweise Anhebung der CO2-Steuer auf über 50 €/t absehbar.

Die Sanierung bestehender und inzwischen veralteter Kesselanlagen mit hohen Stillstandsverlusten, die Optimierung von Lüftungsanlagen mit Erneuerung von ineffizienten Wärmerückgewinnung-Systemen sowie die Anpassung von Wärmeverteilnetzen: Maßnahmen, die schon vor Einführung der CO2-Abgabe in vielen Fällen wirtschaftlich waren, gewinnen nun zusätzliche wirtschaftliche Attraktivität. Ausgehend von den Ergebnissen der Energie-Audits entsteht in Verbindung mit Förderprogrammen ein Anreiz, in Energie-Effizienz-Maßnahmen und verbesserte Energie-Systeme zu investieren.

Dezentrale Energie in Kraft-Wärme-(Kälte-)Kopplung mit Gasmotoren als mögliche Technologie auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Energieversorgung

Mehrere BHKW-Hersteller testen in Feldversuchen Gasmotoren mit Wasserstoff als Brennstoff – und dies mit vielversprechenden Ergebnissen! Dabei entstehen keinerlei CO2-Emissionen, schädliche Stickoxide werden ebenfalls nahezu vollständig vermieden. Damit öffnet die Nutzung von Wasserstoff eine neue Entwicklungsperspektive: das mit Wasserstoff betriebene BHKW wird zu einer realen Alternative zur Brennstoffzelle. Wir sehen es als großen Vorteil an, dass bei dem Einsatz von Gasmotoren mit Wasserstoff eine bestehende Infrastruktur zur dezentralen Strom- und Wärmeversorgung  dauerhaft genutzt werden kann, auch nach vollständigem Ausstieg aus der Nutzung fossiler Brennstoffe nach dem Jahr 2050.

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